Für alle, die gesund werden und gesund bleiben wollen.
Eine Methode, sich 'gesund zu essen'.
Lassen wir immer die eigene Intuition entscheiden, denn jeder hat seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen.

Wie es im menschlichen Dickdarm aussieht


Wie es im menschlichen Dickdarm aussieht







Es ist von äußerster Wichtigkeit, daß wir durch unsere Diagnose so viel wie möglich über das allgemeine Aussehen des Inneren des menschlichen Körpers erfahren müssen. Unsere Diagnose besteht deshalb darin, die Menge der einzelnen Abfallstoffe im Körper des
Patienten herauszufinden.
Aus den Berichten von Pathologen erfahren wir, daß 60 bis 70% der untersuchten Dickdärme Substanzen in sich haben, wie zum Beispiel Würmer und jahrzehntealte Kotsteine. Die Innenwände der Därme sind verkrustet mit altem, verhärtetem Kot und ähneln in ihrem Aussehen der Innenseite eines schmutzigen Ofenrohrs.
Ich hatte dicke Patienten, die 50 bis 60 Pfund Abfallstoffe ausschieden, allein 10 bis 15 Pfund aus dem Dickdarm, hauptsächlich bestehend aus altem, verhärtetem Kot. 
Der sogenannte "gesunde" Mensch von heute trägt seit seiner Kindheit ständig mehrere Pfund niemals ausgeschiedenen Kots mit sich herum. Einmal "guter Stuhlgang" am Tag bedeutet nichts. 
Ein dicker, kranker Mensch ist in der Tat eine lebende "Jauchegrube". Eine ausgesprochene Überraschung war es für mich, daß eine Anzahl meiner Patienten, die sich in diesem Zustand befanden, schon an sogenannten "Naturheilkuren" teilgenommen hatten.

Akute und chronische Leiden


 Latente, akute und chronische Leiden - kein Geheimnis mehr





Ich lernte durch die Jahre praktischer Erfahrung, daß  Medikamente niemals ganz ausgeschieden werden, genausowenig wie das bei  Nahrungsmittelrückständen der Fall ist, sondern sie werden jahrzehntelang im Körper  gespeichert. Ich hatte Hunderte von Fällen unter Beobachtung, bei denen Medikamente, die  10, 20, 30 und sogar 40 Jahre lang eingenommen wurden, durch dieses Heilverfahren  zusammen mit dem Schleim ausgestoßen wurden. Das ist eine Tatsache von grundlegender  Bedeutung - besonders für die Praktiker. Wenn chemische Gifte, wenn sie gelöst sind, wieder  in den Kreislauf zurückgebracht werden, um durch die Nieren ausgeschieden zu werden,  werden sie starkes Herzklopfen sowie andere ungewohnte Empfindungen verursachen.
Wer  nicht Bescheid weiß, steht vor einem Rätsel und ruft wahrscheinlich den Hausarzt, der nun  den Zustand als "Herzleiden" beurteilt und den "Mangel an Nahrung" verantwortlich macht  statt der Medikamente, die er 10 Jahre zuvor verschrieben hat.  Der "normale" Mensch, den man als gesund betrachtet, hat chronische gespeicherte  Ansammlungen belastender Nahrungsgifte und  Medikamente in seinem Körper.
Das ist sein verborgenes Leiden
Wenn diese verborgenen Krankheitsstoffe aufgestöbert werden, zum Beispiel durch eine  Erkältung, wirft der Körper Schleim aus. Man fühlt sich unglücklich, anstatt sich über den  Reinigungsprozeß der Natur zu freuen. Wenn die Menge des gelösten Schleims zwar groß  genug ist, den Organismus mehr oder weniger zu erschüttern, aber doch noch nicht gefährlich  ist, dann mag dieses als Grippe diagnostiziert werden. Wenn die Ausscheidungsarbeit der  Natur tiefer in den Organismus eingreift, besonders in die Lungen, werden sofort so viel  Schleim und Gifte gelöst, daß der Kreislauf unter großen Schwierigkeiten arbeiten muß,  ähnlich einer verschmutzten Maschine - oder wie zum Beispiel ein Auto, das mit angezogenen Bremsen fährt. Diese Reibung produziert abnormale Hitze, die Fieber genannt  wird, und die Ärzte nennen Lungenentzündung, was in Wirklichkeit eine "fiebrige"  Anstrengung seitens der Natur ist, die lebenswichtigen Organe von ihrem Abfall zu befreien.
Wenn die Nieren in Anspruch genommen werden, um diesen gelösten Schleim  auszuscheiden, und dabei dieses Organ erschüttert wird, nennt man dies Nierenentzündung. Mit anderen Worten, wann immer die Natur bemüht ist, durch ihre Anstrengungen  "fieberhaft" Schleim und giftige Produkte auszuscheiden, um ein menschliches Leben zu  retten, wird dies als akute Krankheit bezeichnet.

Akute Leiden
Die Ärzteschaft kennt über 4.000 Namen (inzwischen sind es 20.000) für verschiedene  Krankheiten. Der einzelne Name der Krankheit wird abgeleitet von der entsprechenden Stelle  der Ausscheidung, oder bezieht sich auf die verstopfte Stelle, wo es das Blut schwer hat, durchzukommen und Schmerzen verursacht - wie zum Beispiel Schmerzen in den Gelenken, wie es bei Rheumatismus der Fall ist.
Über Generationen hinweg wurde diese gut gemeinte Anstrengung und beabsichtigte  Selbstheilungsarbeit der Natur mißverstanden und durch Medikamente unterdrückt. Trotz  warnender Gefahrenzeichen wie Schmerzen und Appetitverlust wurde auf reichlicher und  besonders "guter" Ernährung bestanden. Ungeachtet der "Hilfe" der Ärzte - einer Hilfe, die in Wirklichkeit oft schädlich und gefährlich für das Leben des Patienten ist, - werden seine  Lebenskraft und besonders seine Fähigkeit auszuscheiden vermindert. Mit diesem Hemmnis  kann die Natur nicht wirkungsvoll arbeiten, sie benötigt mehr Zeit und dann wird der Fall  dann "chronisch" genannt. Das Wort chronisch stammt von dem griechischen Wort  "chronos", das "Zeit" bedeutet.


Lebenskraft



Was ist wirkliche Lebenskraft?




Für die medizinische Wissenschaft ist der menschliche Körper besonders in krankem Zustand immer noch ein Geheimnis. Jede neue von Ärzten entdeckte Krankheit ist für sie ein neues Geheimnis. Es gibt keine Worte, um genau auszudrücken, wie weit entfernt sie tatsächlich von der Wahrheit sind! In der Naturheilkunde wird ständig das Wort Lebenskraft benutzt, aber weder Mediziner noch Naturheilkunde können sagen, was Lebenskraft ist. Es ist nicht nur notwendig, all diese Irrtümer zu beseitigen, sondern die Wahrheit muß in einem neuen und einfachen Licht gezeigt werden, so daß Sie sie sofort erfassen können. Dieser große Vorteil der Einfachheit und Klarheit ist einer der wesentlichen Gründe für meinen Erfolg. Außerdem enthalten meine Lehren die Wahrheit. Übrigens, alles, was man nicht  mit dem gesunden Menschen verstand erfassen kann, ist Humbug, wie wissenschaftlich es auch  immer  klingen  mag. 


Sie werden erfahren, wie falsch und unwissend es ist zu glauben, daß irgend eine bestimmte Krankheit dadurch geheilt werden kann, daß man die richtige Nahrung ißt, "spezielle Mahlzeiten" zu sich nimmt oder lange Fastenkuren macht, wenn dies ohne Erfahrung und ohne System und besondere Beratung in jedem einzelnen Fall geschieht. Das "Fasten" ist schon seit Hunderten von Jahren bekannt als »Heilverfahren« bei jeder Krankheit, als einziges und unfehlbares Gesetz der Natur, und das gleiche gilt für die nichtschleimbildende Ernährung; wie es in der Genesis (1.Buch Moses in der Bibel) angegeben wird (Obst und Kräuter, d. h. grüne Blätter). Aber warum kam es niemals zur allgemeinen Anwendung und dem daraus entstehenden umfassenden Erfolg? Weil es niemals planmäßig und auf den Zustand des Kranken abgestimmt angewandt wurde. Der Durchschnitts Mensch hat nicht die geringste Ahnung von den notwendigen Ausscheidungsvorgängen; welche Zeitbenötigt wird, wie und wie oft die Ernährung geändert werden muß, was es bedeutet, den Körper von den großen Abfallmengen zu reinigen, die sich während seines ganzen Lebens in seinem Körper angesammelt haben.

Krankheit ist ein Versuch des Körpers, Abfall, Schleim und Gifte auszuscheiden, und dieses System hilft der Natur auf die vollkommenste und natürlichste Weise. Nicht die Krankheit, sondern der Körper muß geheilt werden, er muß gereinigt werden, befreit werden von Abfall und fremden Stoffen, von Schleim und Giften, die sich seit der Kindheit an gesammelt haben. Gesundheit kann man nicht in Flaschen kaufen. Sie können Ihren Körper nicht heilen, indem Sie Ihren Organismus in wenigen Tagen reinigen. Sie müssen einen Ausgleich für das Unrecht schaffen, das Sie Ihrem Körper während Ihres ganzen Lebensangetan haben.

Mein Verfahren ist kein Heilmittel und keine Arznei, es ist eine Erneuerung, es ist ein sorg fältiger "Hausputz", der Erwerb reiner und vollkommener Gesundheit, wie Sie sie niemals zuvor gekannt haben. Erinnern Sie sich: Die konstitutionelle Verschlackung
Ihres gesamten Organismus ist der Ursprung jeder Krankheit, die größte und schädlichste Quelle verminderter Lebenskraft, unvollkommener Gesundheit, Mangel an Kraft und Ausdauer und allen anderen Unzulänglichkeiten. Sie alle haben ihren Ursprung im Dickdarm, der seit Ihrer Geburt wahrscheinlich niemals richtig entleert wurde. Niemand auf dieser Erde hat heute einen ideal reinen Körper undvollkommen reines Blut. Was die Medizinwissenschaft "normale Gesundheit" nennt, ist in Wirklichkeit ein krankhafter Zustand. Zusammen gefaßt: Der menschliche Mechanismus ist ein bewegliches Röhrensystem. Die Nahrung der zivilisierten Menschen wird niemals ganz verdaut und der daraus entstehende Abfall wird nicht ausgeschieden. Dieses Röhrensystem wird langsam verstopft, besonders im Verdauungstrakt. Darin liegt die Ursache jeder Krankheit. Diesen Abfall zu lösen, ihn vernünftig und sorgfältig auszuscheiden und diese Ausscheidung zu überwachen, kann nur einwandfrei durch das Heilverfahren mit schleimloser Kost gelingen.



Die Neue Physiologie



Stark eiweißhaltige Nahrungsmittel


Als im letzten Jahrhundert die Bewegung für Naturheilkunde und fleischlose Ernährung begann, war die Medizin bemüht, durch mathematische Berechnungen zu belegen, dass beim Menschen die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit durch den täglichen Ersatz einer bestimmten Menge Eiweiß aufrechterhalten werden muss. Mit anderen Worten, es wurde Mode, eine Manie, genau das Gegenteil dessen zu empfehlen und zu tun, was die Naturgesetze besagen, wann immer ein Mensch sich schwach fühlte, rasch ermüdete, erschöpft oder irgendwie krank war. Sie haben in Kapitel 6 den Ursprung von Lebenskraft und Leistungsfähigkeit kennengelernt, und Sie wissen jetzt, dass die Kraft eines kranken Körpers ohne jegliche Nahrung, besonders ohne Eiweiß, gesteigert werden kann.

Eiweißreiche Nahrungsmittel wirken für eine bestimmte Zeit als Belebung, weil sie sich im menschlichen Körper sofort in Gift zersetzen. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass jede tierische Substanz sehr giftig wird, sobald sie eine Verbindung mit Luft eingeht, besonders bei höheren Temperaturen, wie sie im menschlichen Körper bestehen.

Die Gelehrten sind soweit gegangen zu beweisen, dass der Mensch biologisch zur Klasse der  fleischfressenden Tiere gehört, während die Abstammungslehre beweist, dass er zur Familie der Affen gehört, die ausschließlich Früchte- und Pflanzenfresser sind.
Die wesentliche Tatsache und die Wahrheit, warum der erwachsene Mensch nicht soviel Eiweiß benötigt wie die alte Physiologie fordert, zeigt sich in der Zusammensetzung der Muttermilch, die nicht mehr als 2,5 bis 3% Eiweiß enthält, und damit schafft die Natur das Fundament für einen neuen Körper.
Aber sie machen noch mehr Fehler in ihrem Bemühen, etwas zu ersetzen, was nicht zerstört ist, nicht aufgebraucht, nicht "aufgezehrt" ist - wie Sie in dem vorangegangenen Kapitel über den medizinischen Irrtum über den Stoffwechsel erfahren haben. Die alte Physiologie hat eine grundlegend falsche Auffassung vom Stoffwechsel, weil den Begründern dieser "Wissenschaft" Kenntnisse über Chemie und insbesondere über organische Chemie fehlten.

Das Leben basiert auf den Stoffwechsel im Sinne von physiologischer, chemischer Umwandlung, aber niemals auf der absurden Vorstellung, dass man Eiweiß essen muss, um Eiweiß zu bilden, also aus Muskeln und Gewebe Eiweiß zu entwickeln. Ist es zum Beispiel notwendig, dass eine Kuh Milch trinkt, um Milch zu erzeugen? Ein bekannter Fachmann für physiologische Chemie, Dr. von Bunge, Professor für physiologische Chemie an der Universität Basel in der Schweiz, dessen Bücher im allgemeinen nicht die medizinischen Lehren stützen, sagt, dass das Leben - die Lebenskraft - auf der Umwandlung von Substanzen (Nahrungsmitteln) basiert, wodurch Kraft, Hitze, Elektrizität frei wird und sich als Leistungsfähigkeit im Körper auswirkt.

In Blutbildung erfahren Sie, dass eine gewisse Veränderung von Stoffen im menschlichen Körper stattfindet, und wie Eiweiß durch die Umwandlung von anderen Nahrungsbestandteilen erzeugt wird. Diese Veränderung der Stoffe findet nicht durch einen Ersatz alter Zellen durch neue statt, sondern die mineralischen Bestandteile sind die Bausteine von tierischem und pflanzlichem Leben, und der Austausch ist wesentlich geringer als jetzt gelehrt wird.
Der Grund, warum ein "einseitiger" Fleischesser relativ länger leben kann als der vegetarische "Stärkeesser", ist leicht zu verstehen, nachdem Sie Kapitel 6 gelesen haben. Der Fleischesser produziert weniger feste Belastungsstoffe durch geringere Mengen an Fleischnahrungsmitteln als der Stärke-Esser, doch seine späteren Krankheiten sind gefährlicher, da er mehr Gifte, Eiter und Harnsäure ansammelt.

Wenn Sie die Wahrheit über die menschliche Ernährung kennen - und Sie werden später in diesem Buch darüber lesen - wird es Sie amüsieren festzustellen, wie die Physiologen im Dunkeln tappen, wie sie für den Menschen eine Standardmenge an erforderlichem Eiweiß festgelegt haben, die übrigens immer niedriger wird. Diese, und sogar fortschrittliche "Ernährungsfachleute" urteilen ohne den großen Unbekannten, d. h. den Abfall im menschlichen Körper zu kennen. Jahrtausende lang hat der Mensch ohne Nährwerttabellen gesünder gelebt, und ich bezweifle sehr, ob auch nur einer dieser Physiologen je seinem "Küchenchef" Hinweise zu Nährwerten gegeben hat.

Der ganze Lehrsatz ist eine Farce, die sich als sogenannte Wissenschaft ausgibt. Einige, wie Professor Chittenden, fanden durch Versuche heraus, dass Energie und Ausdauer bei verminderter Nahrung zunahmen - besonders bei verminderter Eiweißzufuhr. Professor Hindhede bewies, dass Eiweiß kaum berücksichtigt werden muss, und Fletcher übertraf sie alle.
Er lebte von einem Sandwich pro Tag, heilte seine sogenannte "unheilbare" Krankheit und entwickelte eine ungeheure Ausdauer.
Nachdem ich alle Ängste wegen der unheilvollen Folgen, die mir widerfahren würden, falls ich mich nicht streng an die "wissenschaftlichen Eiweiß"- Erfordernisse hielt, überwunden hatte, entdeckte, erprobte und demonstrierte ich die bislang unbekannte, unglaubliche Tatsache, dass in einem reinen, schleim- und giftfreien Körper Nahrungsmittel mit dem wenigsten Eiweiß, nämlich Obst, die größte Energie und unglaubliche Ausdauer bringen.

Wenn Stickstoff, der wesentliche Bestandteil des Eiweißes, ein wichtiger Faktor ist, um die  menschliche Maschine am Laufen zu halten, wenn Lebenskraft ganz von Stickstoff abhängt, scheint es, dass unter diesen idealen Bedingungen der Stickstoff aus der Luft aufgenommen wird. 

Nahrung vom Unendlichen! K (Kraft) als Nahrungsquelle! Welche ungeheuren Möglichkeiten!
1. Die Wahrheit über die menschliche Ernährung ist noch immer ein "Buch mit sieben Siegeln" für die ganze Menschheit, einschließlich aller Ernährungsfachleute und wissenschaftlichen Experten.
2.Der Irrtum, dass hoch-eiweißreiche Nahrungsmittel eine Notwendigkeit für die Gesundheit sind, wie es der Menschheit durch medizinische Lehrsätze beigebracht und empfohlen wird, ist in seinen Folgen und seiner Auswirkung genau das Gegenteil von dem, was er sein sollte. Dieser Lehrsatz ist eine der größten und grundlegendsten Ursachen aller Krankheiten! Es ist die tragischste Erscheinung der westlichen Degeneration. Dieser Irrtum führte gleichzeitig zu der äußerst gefährlichen und zerstörerischen Gewohnheit der Völlerei. Er brachte den größten Wahnsinn der Menschheit, d. h. zu versuchen, eine Krankheit zu heilen, indem man mehr ißt, besonders mehr eiweißreiche Nahrungsmittel.
Es ist unmöglich in Worten auszudrücken, was dieser Irrtum über eiweißreiche Nahrungsmittel bedeutet. Lassen Sie mich daran erinnern, dass die Medizin den großen Ernährungsspezialisten Hippokrates als Vater der Medizin beansprucht, der sagte:" Je mehr Nahrung du einem kranken Menschen gibst, desto mehr schadest du ihm". und  "Deine Nahrung soll deine Arznei sein und deine Arznei deine Nahrung". 

Wenn wir es zulassen, dass der Körper mit Schleim und anderen belastendenden Stoffen wie Kalzium, Phosphaten und ähnlichen Abfallmaterialien verstopft wird, können wir damit rechnen, dass hoher Blutdruck das Herz bei seinen Anstrengungen, den Blutkreislauf richtig zirkulieren zu lassen, überlastet.



Wer war Arnold Ehret? 3 Teil


Reise nach Norditalien





Um unsere Leistungsfähigkeit bei erschöpfender Arbeit zu erproben, machten wir eine Reise nach Norditalien, dort wanderten wir 56 Stunden lang ununterbrochen ohne Schlaf, ohne Pause und ohne Nahrung. Wir tranken nur etwas. Dies nach einer siebentägigen Fastenkur, nach der wir eine einzige Mahlzeit aus zwei Pfund Kirschen zu uns nahmen. Fachleute, die davon hörten, nannten dies einen wunderbaren Test, von ihrem Standpunkt aus. Woher kam die Kraft für diese Leistung? Durch den Stickstoff, das Eiweiß, die organischen Salze, die Fette, die Vitamine oder wodurch? Nach einem 16-stündigen Marsch machte ich Kniebeugen und Armstreckungen, 360 in wenigen Minuten. Später brachten zahlreiche Krafttests mit athletischen Teilnehmern noch bessere Ergebnisse. Dies alles, nachdem ich für unheilbar erklärt worden war, und mein Vater und mein Bruder an Schwindsucht gestorben waren. Als vollkommen veränderter Mensch verlangte ich nach höheren Erfahrungen - nicht nur körperlicher, sondern auch geistiger und seelischer Art. Meinem jungen Gefährten ging es ebenso. 

Er hatte sich in vieler Hinsicht wunderbar erholt, nur sein Stottern hatte sich nicht verändert. Es kam mir der Gedanke, daß dies sogar durch eine körperliche Belastung mit Ablagerungen verursacht wurde. Wir fuhren zu einem einsamen Ort auf der Insel Capri und machten dort längere Fastenkuren und nahmen tägliche Sonnenbäder von vier bis sechs Stunden Dauer bei einer Hitze von 49°C. Wir waren so gut gereinigt, daß wir nicht schwitzten. Am achtzehnten Tag wurde mein junger Freund so heiser, daß er fürchtete, seine Stimme zu verlieren. Er beendete seine Fastenkur auf meinen Vorschlag mit drei Pfund Feigen, mit dem Ergebnis, daß er fast eine Stunde lang eine große Menge Schleim aus seinem Hals hochbrachte, und sein Körper reinigte sich auch in anderer Richtung selbst. Seine Stimme war bald wieder hergestellt und sein Stottern verschwand - und kam nie mehr zurück.
Er hatte erreicht, was sein reicher Vater vergeblich versucht hatte, indem er fast jede bekannte Behandlungsart für ihn in Anspruch nahm, ohne daß auch nur die leichteste dauerhafte Verbesserung erreicht worden war.
Fasten, das größte Heilmittel der Natur, wurde bislang so undurchdacht angewandt und wird von den meisten so gründlich mißverstanden, daß es sehr wichtig ist, es richtig zu erklären.
Durch meine lange Erfahrung, mich selbst mit Fasten und schleimfreier Kost zu heilen und durch das Leiten von Fastenkuren für viele Hunderte in meinem Sanatorium in der Schweiz über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren, kann ich mit Sicherheit belegen, wie wundervoll die Wirkung und der Nutzen bei richtiger Anwendung sind. Meine erste Erfahrung brachte so wohltuende Ergebnisse, daß ich die angewandten Methoden vervollkommnen und beweisen wollte. Deshalb fuhr ich mit meinen Beobachtungen und Untersuchungen aller Phasen des Lebens fort. Ich machte viele und sehr ausführliche Experimente. Dann gingen mein vollkommen wiederhergestellter junger Freund und ich auf eine lange Reise. Zuerst durch Süditalien, wo wir wanderten und uns fast ausschließlich von Trauben ernährten. Dann ging es mit dem Schiff nach Ägypten, Palästina, Türkei, Rumänien, Österreich und nach Hause. Auf dieser Reise lernten wir viel über Ernährung, Gewohnheiten, Mentalität und Gesundheit der verschiedenen Völker, insbesondere im Orient, mit dem Ergebnis, daß mein Glaube an die Überlegenheit der europäischen Zivilisation ernstlich erschüttert wurde und mein glaube bestärkt wurde, daß ich auf dem richtigen Weg war, alles über hervorragende Gesundheit mit besserer geistiger Entwicklung und einem aktiveren und längeren Leben kennenzulernen.
In Ägypten sahen wir Menschen von außergewöhnlicher Stärke und Ausdauer, die sich meistens kärglich vegetarisch ernährten, aber zwei vermutlich schlechte Gewohnheiten hatten - sie rauchten Zigaretten und tranken starken Kaffee; und doch sahen wir nicht eine einzige nervöse oder kranke Person. Zu sehen, wie wenig verschiedene Sorten und welch geringe Mengen an Nahrungsmitteln sie aßen, zu erfahren, daß sie fast die gleichen Nahrungsmittel zu sich nahmen wie ihre Vorfahren, zeigte uns den Grund für die herausragenden Eigenschaften der alten ägyptischen Kultur.
In Palästina blieben wir einige Monate, studierten die ortsüblichen Sitten und die Geschichte vergangener Lebensumstände mit dem Ergebnis, daß sich meine Auffassung von der wahren Bedeutung der Lehren des Neuen Testaments sehr veränderte. Ich lernte, daß das Leben und die Lehren Christi genau mit den Gesetzen der Natur übereinstimmten. Dies verlieh ihm hohe Intelligenz und beste Gesundheit. Aber als dann ungefähr 150 Jahre später das vom allgemeinen Hörensagen Bekannte niedergeschrieben wurde, wurde es durch orientalische Ausdrücke und Metaphern sowie durch die unvollkommenen Kenntnisse über natürliche Erscheinungen verfälscht. Das, was so unglaublich war, wurde als Wunder betrachtet. Seine Vorläufer, seinFasten, seine Ernährung und seine Art zu leben, wie die seiner Gefährten, dies alles offenbart die natürliche Lebensweise, die ihm zu bester Gesundheit verhalf, ohne daß es einer besonderen göttlichen Hilfe bedurfte. Er bestätigte dies mit der Behauptung, daß zukünftige Generationen größere Werke vollbringen würden als er, da sie ein größeres Wissen über die natürlichen - Gottes -unveränderl i chen Gesetze und Methoden erlangen würden. Mein vorliegendes Buch wird den überzeugenden Beweis liefern, daß Christus Abstammung, sogenannte Wunderheilungen, die scheinbaren Veränderungen der Naturgesetze, seine Auferstehung und dieHimmelfahrt mit dem Gesetz der Natur übereinstimmten, aber weder damals noch heute ganz verstanden wurden. Die Unkenntnis der Gesetzmäßigkeiten, die der normalen Gesundheit zugrunde liegen, ist in diesem Jahrhundert größer als in all den vergangenen Jahrhunderten. Dies wird bewiesen durch den gesundheitlichen Verfall der sogenannten zivilisierten Menschen, obwohl diese in so vieler Hinsicht weit fortgeschritten sind. Was ich durch meine Untersuchungen und Erfahrungen gelernt habe und durch die Möglichkeiten, der Menschheit wieder eine bessere Gesundheit zu geben, ist wie das Öffnen eines Buches mit sieben Siegeln. Das Leben Christi im Lichte wirklich natürlicher und wissenschaftlicher und daher ewiger und wirklich göttlicher Gesetze zu zeigen, die identisch sind mit unseren eigenen, ist Inspiration und Hoffnung, an der viele
Menschen jetzt Freude haben und die niemand versäumen sollte.
Die anderen Länder, die wir besuchten, offenbarten Entwicklungsstufen und Tatsachen über natürliche Gesundheitsgrundsätze. Mit mehr Vertrauen und Begeisterung als jemals zuvor setzte ich die Verbesserung meiner Gesundheit durch Fasten und eine bessere Ernährung fort.
Instinktiv begriff ich - und bewies das auch bald - , daß bestimmte naturbelassene, richtig zubereitete Nahrungsmittel nicht nur höchstmögliche Energie erzeugten, sondern bei richtiger Verwendung auch eine überragende Reinigungswirkung erzielten. Wurden sie mit klugem Fasten kombiniert, konnten sie allen möglichen Krankheiten vorbeugen, ja, sie sogar heilen.
Geschah das individuell ausgerichtet auf die jeweilige Belastung des Patienten mit giftigen Abfallstoffen - nicht Bakterien! - und auf dessen Alter, Beruf, auf Klima, Jahreszeit usw., dann konnte man sogar den sogenannten "unheilbaren" Krankheiten beikommen, und eine Heilung war sicher, vorausgesetzt, daß Lebensgewohnheiten und Alter keine zu großen Hindernisse darstellten. Richtige Art oder weniger Nahrung als Vorbereitung auf kürzere oder längere Fastenzeiten gibt den Verdauungsorganen eine Pause oder "Ferien" von ihrer ständigen Überarbeitung. Das Essen danach wieder mit einer Auswahl der richtigen Nahrungsmittel aufzunehmen (dies ist sehr wichtig) bringt wunderbare überraschende Ergebnisse. Ich fastete 24 Tage lang mit solch großartigen, erfreulichen Ergebnissen nicht nur für meine körperliche Verfassung, sondern auch für meine geistigen und seelischen Bestrebungen, daß ich voller Begeisterung darauf brannte, meinen Freunden und anderen von meinen Ergebnissen zu erzählen. Ich konnten meine Gefühle nicht beschreiben und sagte ihnen, sie müßten das alles selbst erleben, was einige auch taten. Ich begann meine Ausbildungsarbeit mit öffentlichen Fastenkuren und Vorträgen, machte selbst zweimal in großen deutschen Städten und zweimal in der Schweiz Fastenkuren. Ich wurde von Notaren in einen Raum eingeschlossen und streng bewacht und kontrolliert durch Ärzte, ohne jegliche Beeinträchtigung und Verbindung von außen. Ich fastete jeweils 21, 24, 32 und 49 Tage in Köln - alles in einem Zeitraum von 14 Monaten. Während dieser Fastenkuren und danach gab ich bei Vorlesungen Proben meiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, um den Wert dessen zu beweisen, was ich gelernt und erfahren hatte. Dies brachte mich dazu, andere anzuleiten und zu beraten, Artikel zu schreiben und ein Sanatorium in der Schweiz zu eröffnen. Außerdem begann ich mit schriftlichen Beratungen.



Wer war Arnold Ehret? 2 Teil





Wieder zu Hause


Wieder zu Hause angekommen bewies ich meine Fähigkeit und Ausdauer bei der Verrichtung  härtester landwirtschaftlicher Arbeit und bei der Erprobung meiner Stärke, die größer war als die der Wohltrainierten, die sich normal ernährten. Ich war aber von Freunden und Verwandten umgeben, die auf die übliche Art und Weise lebten. Ich kam mit Fachleuten in Kontakt, die befürchteten, daß meine Entdeckungen wirkliche Grundsätze sein könnten, und daß sie vielleicht erfolgreich sein würden. Sie befürchteten, daß meine Grundsätze und Entdeckungen die Prinzipien, die sie praktizierten, übertreffen würden. Ich wurde bekämpft und verlacht. Deshalb ging ich allmählich wieder zurnormalen Ernährung über. Ich hatte das Erforschen der wissenschaftlichen Gründe, WARUM Obst ein wirkungsvolles, nicht schleinbildendes Nahrungsmittel ist, nicht vernachlässigt und fand heraus, daß es während des Verdauungsprozesses etwas entwickelt, was als Traubenzucker bekannt ist und in Analysen mit Kohlenhydrate bezeichnet wurde. Meine Erfahrungen, Tests und Experimente sowie Kuren zeigten alle, daß der Traubenzucker der Früchte der wichtigste Bestandteil der menschlichen Nahrung ist, der höchste Leistungsfähigkeit und Ausdauer bringt und gleichzeitig das beste Mittel zur Ausscheidung von Abfallstoffen ist und das wirksamste Heilmittel für den menschlichen Körper darstellt.
Dies stand in direktem Widerspruch zu der Stickstoff-Eiweiß-Theorie der Ärzte und Wissenschaftler und auch zu der modernen Theorie derMineralsalze. Im Jahre 1909 schrieb ich einen Artikel, in dem ich die Stoffwechseltheorie öffentlich verurteilte, und 1912 erfuhr ich, daß Dr. Thomas Powell in Los Angeles die gleiche Entdeckung gemacht hatte. Er führte beachtliche Kuren mit Nahrungsmitteln durch, die, wie er es nannte, organischen Kohlenstoff enthielten. Dies ist der gleiche  Nahrungsmittelbestandteil, der sich während des Verdauungsvorganges in Traubenzucker verwandelt. Mit dem Keim dieser Entdeckungen im Kopf und mit meinen Erfahrungen verließ ich meine Freunde und Verwandten, die mit ihrer wohlgemeinten Freundlichkeit mein Leben verkürzt hätten. Begleitet von einem jungen Mann, der durch meine Erfahrungen dafür gewonnen wurde, mit mir wegen seiner Leiden, von denen Stottern das Schlimmste war, versuchsweise eine neue Kost und Fasten
auszuprobieren, ging ich nach Südfrankreich. Während einiger Versuchsmonate erneuerte ich dort meine Erfahrungen, die ich in Afrika gemacht hatte und glaubte mehr denn je daran, daß Obstkost und Fasten die unfehlbaren Methoden der Natur sind, gesünder zu werden und zu bleiben, als es die zivilisierte Menschheit ist.
Die erzielten Ergebnisse wurden oft als Wunder bezeichnet, waren aber nur wunderbar wegen ihrer Seltenheit. Das Wissen, das ich über die wunderbaren Methoden gewonnen hatte, mit denen die Natur die Säuberung von Verunreinigungen durch falsche Nahrung erzielt und dann Erneuerung, Instandsetzung und Stärkung durchrichtige Nahrung schafft, war das Erstaunliche, aber es war kein Wunder.
Besonders wichtig waren die Ergebnisse bei diesem vergleichsweise jungen Mann, der zehn Jahre jünger war als ich. 
Nach einem reinigenden Fasten machten wir Versuche mit allen gängigen Nahrungsmitteln der Zivilisation. Unsere Organe, die jetzt viel empfindsamer waren, lehnten sich sofort gegen diese unerwünschten Stoffe auf, besonders gegen Kombinationen, was uns den überzeugendsten Beweis lieferte, daß die moderne Küche mit ihrer Mischkost und nur geringem Wissen über deren Qualitäten die Hauptursache aller Krankheiten ist. Es ist unmöglich zu wissen, was Nahrung wirklich ist und ihre Auswirkungen zu kennen, bevor nicht der Körper mit der Methode der Natur, Fasten, gereinigt wurde. Ich habe niemals gehört, daß jemals solche Versuche gemacht worden sind. Die gewonnenen Fakten wurden während vieler Jahre gründlicher und schwieriger Praxis so reichlich bewiesen, daß mein Wissen die Ansichten anderer über Ernährungsfragen ohne Zweifel weit übersteigt.
 
von Prof. B.W. Child ( Teil 2 )

Fasten mit Trauben

 

Traubenfasten

 

 

TraubenfastenDas sogenannte Traubenfasten kommt von der Traubenkur, die auch manchmal Meraner Traubenkur genannt wird. Mit dieser Art des Fastens sind enorme Wirkungen bei konsequenter Umsetzung schon erzielt worden.
Die Verpflegung besteht beim Traubenfasten ausschliesslich aus Weintrauben. Es ist ratsam darauf zu achten, dass man soweit wie möglich Weintrauben aus ökologischem Anbau wählt. Die Traubenkur hat eine entschlackende und sehr reinigende Wirkung auf den Körper.
In den Kernen von Weintrauben befindet sich das Traubenkernöl, welches beim Zerkauen der Weintrauben freisetzt wird. Es wird ihm nachgesagt, dass es Umweltgifte und Schadstoffe binden und damit abstransportieren kann.
Beim Traubenfasten es gibt weniger Probleme mit Kreislaufproblemen und Kopfschmerzen, da die Weintrauben einen sehr hohen Fruchtzuckergehalt haben. Positiv ist auch die äußerst hohe Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen. Dies zeigt sich auch sehr schnell in einer besseren Haut und einem allgemeinen gutem Befinden.


Die Wurzel


 


1. Die Wurzel:
Wie lange praktizierst Du schon die Rohkost Ernährung und was war die Motivation? Durch wen oder was bist Du auf die Rohkost gestoßen?
Andrea Rexhäuser:
Ich ernähre mich nun schon seit 1993 überwiegend von Rohkost und seit 1997 schwanke ich zwischen Urkost und instinktiver Ernährung hin und her. Ich bin damals durch meinen Lebensgefährten zu dieser Lebensphilosophie gekommen und wir sind auch heute noch ein starkes Team.
Es war damals einfach der richtige Zeitpunkt für mich. Einmal damit angefangen gibt es für mich kein Zurück mehr…

2. Die Wurzel:
Welche Art der Rohkost ziehst Du vor? Was hältst Du von den unterschiedlichen Rohkostformen? Welche hast Du schon am eigenen Leib erfahren?
Andrea Rexhäuser:
Eigentlich habe ich für mich einen Mittelweg gefunden. Ich kann nicht sagen, dass die eine oder andere Rohkostform besser wäre. Jede hat ihr Gutes und jeder sollte sich so ernähren, wie es am besten passt.
Das setzt meiner Meinung nach aber auch kein blindes Hinterherlaufen irgendwelcher fixer Ideen voraus, sondern insbesondere eine Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln oder auch mal einen Schritt zurück zu gehen.
Zur Zeit fahre ich mit einer Ernährung mit viel Grünzeug, Gemüse, Protein und etwas Obst sehr gut. Nüsse dürfen bei mir nicht zu kurz kommen.
3. Die Wurzel:
Du bist Fitnessfachwirtin. Was kann man sich darunter vorstellen? Und was waren die Hintergründe, beruflich diese Bahn einzuschlagen?
Andrea Rexhäuser:
Fitnessfachwirtin ist ein weiter Begriff. Ich könnte theoretisch alles in einem Fitnessbetrieb machen. Angefangen im sportlichen Bereich, bis hin zum Betriebswirtschaftlichen/Marketing.
Allerdings ist dies nicht direkt meine Passion. Ich wollte schon immer sportlich etwas mit Menschen machen und so bin ich mehr oder weniger in diese Richtung hineingerutscht. Mein Ziel ist, mit Menschen direkt zusammenzuarbeiten, ihnen einen Weg in eine gesunde und sportliche Zukunft zu zeigen.
Deshalb mache ich in den nächsten Monaten noch viele Weiterbildungen und freue mich darauf, dieses Wissen vielen mit auf den Weg zu geben. Als Personaltrainerin werde ich dann Interessierten ein Stück  Freude und Kraft in Ihren Alltag einfließen lassen.
4. Die Wurzel:
Wie verbindest Du Fitness mit gesunder Ernährung? Warum reicht ein Bereich von beiden für die Gesundheit des einzelnen nach Deiner Meinung nicht aus?
Andrea Rexhäuser:
Nun ich denke, ohne körperliche Fitness ist keine gute Gesundheit erreichbar. Es liegt einfach in den Genen des Menschen sich zu bewegen. Bewegung kann sogar meiner Erfahrung nach einen Großteil einer ungesunden Ernährungsweise kompensieren.
Allerdings ist ein Maximum an Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit nur mit einer guten Kombination aus Sport und gesunder Ernährung möglich. Auf der anderen Seite sollte aber auch die mentale Fitness und Ausgeglichenheit nicht vergessen werden.
Denn wenn das (Unter) Bewusstsein erschöpft ist, ist der ganze Körper wenig leistungsfähig, so meine Erfahrung.
5. Die Wurzel:
W
elche Erfolge hattest Du mit der Rohkost in Bezug auf Gewichtsreduktion?
Andrea Rexhäuser:
Ich denke mal, Gewichtsreduktion in Bezug auf Rohkost dürfte uns allen bekannt sein. Am Anfang nimmt man sehr schnell ab. Dann aber pendelt sich alles zu einem körpereigenen Gewicht ein, vorausgesetzt die Rohkost ist ausgewogen.
Allerdings kann man auch hier trotz gesunder Essensweise zu dick werden, wenn man viel mischt und deswegen viel zu viel isst und sich zusätzlich wenig bewegt. Meiner Erfahrung nach muss alles im Gleichgewicht sein.
6. Die Wurzel:
Und hat sich der Muskelaufbau mit Rohkost bei Dir verändert? Welche Erfahrungen hast Du bei Dir und bei anderen nach Ernährungsumstellung sammeln können? Z.B., dass man mit Rohkost weniger trainieren muss, um die Muskeln zu halten.
Oder dass die Muskeln geschmeidiger sind, weniger Muskelfaserrisse auftreten, weniger Gefahr des Übertrainierens, etc., besteht? Oder bist Du zuerst zur Rohkost gekommen und dann zum Muskelaufbau?
Andrea Rexhäuser:
Ich habe meine Ernährung ja bereits mit 15/16 Jahren umgestellt. Deshalb kann ich die Frage jetzt so direkt gar nicht beantworten. Aber es scheint so zu sein… kleine Muskelfaserrisse (Muskelkater) treten bei mir ganz selten auf bzw. sind schnell vorbei.
Die Gefahr des Übertrainings ist auch mit Rohkost gegeben, denn die schützt auch vor zu großem Eifer nicht. Wenn ich geistig viel bewerkstelligen muss und zusätzlich dann zu viel trainiere, bin ich auch schon mal ausgebrannt. Ich denke auch hier gilt es, seine eigenen Grenzen zu kennen.
Allerdings kann ich durch die Ernährung schon gezielt meine sportliche Leistung beeinflussen. Durian ist hier mein absoluter Favorit – Power ohne Ende!
7. Die Wurzel:
Wie schaut Dein wöchentliches Fitnessprogramm aus? Betonst Du eher die aerobischen Übungen, Stretchings oder die Kontraktionsübungen oder versuchst Du ein gutes Mittel zu finden?
Andrea Rexhäuser:
Ich versuche ein gutes Mittel zu finden. Ich powere mich sehr gerne beim Tae Bo aus , liebe mein Langhanteltraining  zweimal wöchentlich, gehe möglichst dreimal die Woche joggen und benutze auch verschiedene Hilfsmittel/Geräte im Studio und zu Hause, um Muskeln aufzubauen bzw. zu erhalten.
8. Die Wurzel:
Welche Fitnessübungen bzw. Sportarten liegen Dir am meisten? Hast Du schon als Kind viel Sport getrieben? Welchen Stellenwert hatte der Sport in Deinem bisherigen Leben? Was hat Dir der Sport bisher geschenkt?
Andrea Rexhäuser:
Das sind interessante Fragen… Ich war schon als Kind sportlich sehr aktiv und fing ganz früh mit dem Skiabfahrtslauf an, den ich auch aktiv betrieb. D.h. drei- bis fünfmal in der Woche Training, bis ich ca. 15 war. So vorgeprägt konnte ich natürlich nie auf Sport verzichten.
Mein absoluter Favorit heute ist Tae Bo. Hier kann ich für einen Moment alles um mich herum vergessen, genieße nur den Augenblick. Training allgemein gibt mir einfach ein gutes Körpergefühl, ich bin meist positiv, auch wenn es eigentlich keinen Grund dafür gibt.
Das denke ich, habe ich besonders dem Sport, gepaart mit gesunder Ernährung, zu verdanken: Zufriedenheit mit sich selbst, Freude an kleinen Dingen und Zuversicht an schweren Tagen.
9. Die Wurzel:
Du hast zwei Kinder und lebst mit Deinem Lebensgefährten zusammen. Wo bist Du aufgewachsen und wo wohnst Du heute? Wie alt sind Deine Kinder und wie ernährt sich Deine Familie?
Andrea Rexhäuser:
Ich bin im schönen Thüringer Wald aufgewachsen, mitten in einer kleinen Gemeinde, wo ich auch heute noch lebe.
10. Die Wurzel:
Konntest Du bei Freunden, Verwandten und Bekannten ähnliche Gesundheitserfolge durch Umstellung der Ernährung und mehr Fitness miterleben?
Andrea Rexhäuser:
Nun, meistens ist es ja eh so, dass man sich mit den Menschen umgibt, die in etwa die gleichen Interessen haben. So auch bei mir. Meine Freunde treiben alle viel Sport und ernähren sich mehr oder weniger bewusst.
Meine Mutter hat sich unserer Ernährung weit angepasst und isst viel roh, ihr geht es seither viel besser.
11. Die Wurzel:
Zu wie viel Prozent ernährst Du Dich von Rohkost? Und wie gehst Du mit Ausnahmen um? Wann hattest Du die letzte Ausnahme?
Ist es wichtig für Dich, 100% roh zu essen oder spielen noch weitere Faktoren neben Fitness eine entscheidende Rolle für Deine Gesundheit?
Andrea Rexhäuser:
Prozente, das find ich immer so witzig. Ich denke, ich ernähre mich zu 100% roh. Allerdings kaufe ich auch mal Nüsse oder Avocados (für manche schon keine Rohkost mehr) im Bioladen, wenn meine Vorräte aufgebraucht sind.
Wenn man es als Ausnahme bezeichnen möchte, dann esse ich ab und an Rohmilchkäse. Keine großen Mengen, oft kann ich diesen auch nicht mehr riechen. Es ist sehr wichtig für mich, mich roh zu ernähren, allerdings ist dies ja nun schon Gewohnheit und ganz normal.
Eigentlich lohnt es sich nicht mehr, für mich groß darüber nachzudenken. Es gibt hier einfach kein Zurück mehr in alte Muster.  Was ich neben dem Essen ganz wichtig finde ist, sich selbst treu zu bleiben. Entspannung, die Natur und vor allem meine Familie geben mir viel Liebe und Kraft – das ist mir mit am wichtigsten.
Lachen und spontane Ideen – das bin ich.
12. Die Wurzel:
Was sind Deine bzw. Eure Zukunftspläne? Ich habe gehört, Ihr wollt evtl. nächstes Jahr nach Nürnberg ziehen. Wie steht Ihr zum Gemeinschaftsleben außerhalb der Großstadt?
Andrea Rexhäuser:
Michael, wenn ich dir nur diese Fragen direkt so beantworten könnte. Gerne würden wir nächstes Jahr umziehen, das ist richtig. Aber mal sehen, was die nächsten Wochen/Monate mit sich bringen. Nun, wenn wir umziehen würden, dann sowieso nicht direkt in die Stadt. Die Natur ist mir sehr wichtig. Allerdings möchte ich bei aller Natürlichkeit auch ab und an die Vorzüge der industriellen Gesellschaft genießen, wie Kinobesuche, Veranstaltungen, Essen gehen (was in Nürnberg hervorragend roh geht…).
Prinzipiell fände ich so eine Gemeinschaft toll, es würde vieles erleichtern. Das setzt aber meiner Meinung nach voraus, dass man untereinander auf einer Wellenlänge liegt.
13. Die Wurzel:
Und in welche Richtung möchtest Du beruflich gehen? Welche Projekte schweben Dir für die Zukunft vor?
Andrea Rexhäuser:
Was ich mir auf alle Fälle vorgenommen habe ist, meine berufliche Praxis im Personaltraining auszubauen.
Firmenfitness gehört hier hinein, wie auch Einzeltraining, Firmencoachings und Ernährungsberatung. Und zwar so, dass ich mit meiner Familie möglichst viel Zeit verbringen kann, denn die scheint nur so zu verrinnen! Meine Internetseite hierzu ist fast fertig: www.fitnstrong.de
14. Die Wurzel:
Du bist übrigens die Webmasterin von www.rohkostnetz.de . Was war der Grund, diese Seite einzurichten und was erwartet einen da?
Andrea Rexhäuser:
Die Seite ist aus dem Wunsch heraus entstanden, eine Seite für alle Rohköstler und Interessierte, gleich welcher Richtung zu bieten. Im Forum kann man viele Erfahrungsberichte und Empfehlungen nachlesen, sowie wichtige Themen rund um die naturnahe Lebensweise diskutieren.
Hierbei sollte man nie vergessen, jeder Mensch ein Individuum ist und deshalb ist nichts so ungeklärt, wie das Thema Ernährung. Im Chat hat jeder die Möglichkeit sich live mit Gleichgesinnten zu „unterhalten“ und meistens geht es dabei nur am Rande um Rohkost.
Ich lade jeden herzlich ein, sich auf der Seite umzuschauen und sich aktiv zu beteiligen!

15. Die Wurzel:
Wir werden Dich als Referentin am 17. Wurzelkongress “Muskelaufbau & Yoga mit Rohkost” u.a. mit Sergei Boutenko erleben. Wie schätzt Du diesen Kongress persönlich ein? Hast Du Sergei oder die Raw Family (www.rawfamily.com)  schon einmal persönlich erlebt?
Andrea Rexhäuser:
Ich kenne weder Sergei noch die Raw Family persönlich und bin schon sehr gespannt darauf.
Ich freue mich sehr auf den Kongress und hoffe, dass wir viele Menschen begeistern können, damit diese die Ernährung und die Bewegung als Selbstverständlichkeit betrachten.
Sie interessieren sich für das Rohkost und Urkost Magazin ” Die Wurzel”?


Allgemeine einführende Grundsätze




Allgemeine einführende Grundsätze


Jede Krankheit, egal mit welchem Namen sie der medizinischen Wissenschaft bekannt ist, ist eine Verstopfung, eine Verstopfung des gesamten Leitungssystems des menschlichen Körpers. Jedes Krankheitszeichen ist deshalb lediglich eine außergewöhnliche örtliche Verstopfung durch an dieser besonderen Stelle angesammelten Schleim. Spezielle Ansammlungspunkte sind die Zunge, der Magen und besonders der gesamte Verdauungstrakt.

Letztere ist die wahre und tiefere Ursache für eine Darmverstopfung. Der durchschnittliche Mensch hat ständig mehr als zehn Pfund nicht ausgeschiedenen Kot in den Därmen, der Blutkreislauf und das ganze Körpersystem vergiftet. Stellen Sie sich das einmal vor!
Jeder kranke Mensch hat einen mehr oder weniger schleimverstopften Organismus. Dieser Schleim stammt von unverdauten, nicht ausgeschiedenen Nahrungsbestandteilen, die sich von Kindheit an angesammelt haben. Weitere Einzelheiten finden Sie hierfür in meinem Buch "Vom kranken zum gesunden Menschen durch Fasten".  

Sie haben sich als die erfolgreichste Wiederherstellungsaktion, genannt Heilung für alle Arten von Um jedoch zu erfahren, wie man das Verfahren anwendet, um zu verstehen, wie und warum es wirkt, ist es notwendig, daß Sie Ihre Vorstellung von medizinischen Irrtümern befreien, die teilweise auch von der Naturheilkunde übernommen wurden. Mit anderen Worten: ich muß Ihnen eine neue Physiologie, die Lehre aller Körperfunktionen, erklären, die frei ist von medizinischen Irrtümern; eine neue Methode der Diagnose; Irrtümer über den Stoffwechsel berichtigen sowie über eiweißhaltige Nahrung, den Blutkreislauf sowie der Blutzusammensetzung.


Fasten: Methode der Natur


 FASTEN





Es ist unmöglich zu wissen, was Nahrung wirklich ist und ihre Auswirkungen zu kennen, bevor nicht der Körper mit der Methode der Natur, Fasten, gereinigt wurde. Ich habe niemals gehört, daß jemals solche Versuche gemacht worden sind. Die gewonnenen Fakten wurden während vieler Jahre gründlicher und schwieriger Praxis so reichlich bewiesen, daß mein Wissen die Ansichten anderer über Ernährungsfragen ohne Zweifel weit übersteigt. 
DieWahrheit der Ehretisten wurde folgendermaßen gut von einem bekannten Verleger und Reformer beschrieben: "Er (Ehret) hat das Fasten nicht erfunden oder erschaffen oder den Verzehr von Obst oder die Ernährung verbessert, da dies alles bekannt war und lange zuvor als gute Methoden der Naturheilkunde angewandt wurden, aber was er getan hat, war, ein vollkommen neues System zu schaffen, die Elemente auf der Grundlage einer vollkommenen Ernährung und des Fastens zu einer systematischen Heilmethode zu verbinden.  
" Meine Schleimtheorie - später eine bewiesene Tatsache - als Hauptursache aller Leiden, wurde
immer bekannter und mein Heilverfahren auch. Sie hat die Probe bestanden und etwas gebracht, was ein Verfasser einen enormen Erfolg genannt hat, und bezeichnet wird als: Natürliche Behandlung und Ernährung, das vollkommenste und erfolgreichste bekannte Heilverfahren. Es hieß bald ganz automatisch "Ernährungsbehandlung" und die daraus entstehende Bewegung "Naturheilkunde".




Wer war Arnold Ehret? 1 Teil






Er wurde am 29. Juli 1866 in der Nähe von Freiburg in Baden, Deutschland, geboren und wurde 56 Jahre alt. Von seinem Vater erbte er die natürliche Neigung und die außergewöhnliche Begabung, Ursachen und Gründe von Ereignissen und Ergebnissen zu erforschen.
Ehret erhielt seine Ausbildung an einer Hochschule. Der lange Weg, zusammen mit anderer Arbeit auf einem Bauernhof bei mittelmäßiger Ernährung brachte ihm eine ernste Bronchialerkrankung ein. Trotz dieser Belastung bestand er die Abschlußprüfung mit Auszeichnung. Am meisten interessierte ihn Physik, Chemie, Zeichnen und Malen. Er belegte einen akademischen Kurs und wurde im Alter von 21 Jahren Zeichenlehrer für Oberschulen und Hochschulen. Er lehrte an einer Hochschule, bis er zum Militärdienst einberufen wurde.
Man entließ ihn aber nach neunmonatiger Dienstzeit wegen "neurasthenischer Herzstörungen", und er nahm seinen Beruf als Lehrer wieder auf. Im Alter von 31 Jahren war er gut genährt und sah gut aus, wie die anderen sagten, aber er hatte ein Nierenleiden, die sogenannte Brightsche Nierenkrankheit, mit fortschreitendem körperlichen Verfall.
Um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: "Fünfmal machte ich Kuren, um mich zu erholen, wurde aber letztlich runheilbar  und resignierte. Fünf Jahre lang ertrug ich viel von vielen Ärzten dieses Ertragens lag darin, daß das sehr kostspielig war, um schließlich als unheilbar erklärt zu werden. Körperlich und auch geistig fast ruiniert dachte ich an Selbstmord, aber zufällig hörte ich von Naturheilkunde und wurde dreimal in einem Kneipp-Sanatorium behandelt, was mir Erleichterung brachte und den Wunsch weiterzuleben, aber keine Heilung. Ich wurde in fünf oder sechs anderen Sanatorien behandelt und probierte alle anderen Methoden, die in Europa bekannt waren, aus, gab viel Geld aus mit dem Ergebnis, daß ich zwar nicht krank darniederlag, aber auch nicht gesund war. Immerhin lernte ich etwas aus den Erfahrungen: die  Hauptsymptome meiner Krankheiten waren Schleimauswurf, Eiter und Eiweiß im Urin sowie Nierenschmerzen. In der Annahme, daß ein klarer Urin Gesundheit anzeigt, versuchten die Ärzte, diese Ausscheidungen mit Medikamenten zu verhindern und das (durch die Eiweißausscheidung) verlorene Eiweiß mittels Ernährung aus Fleisch, Eiern und Milch zu ersetzen. Das aber verstärkte nur die verheerenden Ergebnisse. Was ich aus diesen Methoden folgerte, schien ein Licht auf das Problem zu werfen: Die richtige Ernährung sollte frei von schleimbildenden Nahrungsmitteln und Eiweiß sein. Meine Behandlungen entzogen meinem Körper einen Teil des Schleims durch Bäder, Bewegung usw., er wurde aber durch falsche Ernährung immer wieder neu erzeugt.
2 -

Ich war fest entschlossen, dem zu trotzen, was für mich eine Tragödie zu sein schien (und es heute für die meisten chronisch kranken Menschen ist, nachdem sie von Ärzten keine wirkliche Hilfe bekommen). Was ich aus vergangenen Erfahrungen gelernt hatte, wollte ich selbst ausprobieren: Falsches Essen war die Ursache der Krankheit, und richtiges Essen könnte die Heilung sein. Es gab die vegetarische Lebensweise, die Frucht- und Nußdiät, zahlreiche Ernährungs-"Kuren" und Hinweise, daß Fasten helfen würde. Ich ging nach Berlin,  m die vegetarische Lebensweise zu studieren, denn es gab zu der Zeit dort mehr als zwanzig vegetarische Restaurants. Meine erste Beobachtung war, daß Vegetarier nicht sehr viel gesünder waren als Fleischesser. Viele sahen kränklich und blaß aus. Durch stärkehaltige Nahrungsmittel und Milch ging es mir langsam immer schlechter. Ich belegte an der Universität Vorlesungen für Medizin, Psychologie und Chemie. Ich besuchte eine Schule für Naturheilkunde, lernte etwas über geistige Heilung, Christliche Wissenschaften, magnetische Heilung usw. Ich tat dies alles, um zu versuchen, die wirklichen und grundlegenden Wahrheiten der vollkommenen Heilung zu finden. Ich war mehr oder weniger enttäuscht und ging nach Nizza zum Monte Verita in Südfrankreich und probierte eine radikale Obstdiät mit Ausnahme eines halben Liters Milch am Tag. Ich glaubte damals, daß ich das Eiweiß benötigte. Ich richtete die Obstdiät nicht speziell auf meinen Zustand aus, wie fast alle anderen es auch nicht taten, und hatte nur wenig Nutzen davon. An einigen Tagen fühlte ich mich gut und an anderen fühlte ich mich sehr schlecht. Deshalb fuhr ich bald wieder nach Hause, kehrte zurück zu dem sogenannten guten Essen, wie es von wohlmeinenden Freunden, Verwandten und Ärzten vorgelebt und empfohlen wurde. Ich hatte etwas über Fasten gelernt, doch all meine Freunde und Verwandten standen dem ablehnend gegenüber; sogar mein ehemaliger Naturheilarzt sagte meiner Schwester, daß ein paar Fastentage für jemanden mit der Brightschen Nierenkrankheit verhängnisvoll wären.
Im nächsten Winter ging ich nach Algier in Nordafrika. Das milde Klima und die wunderbaren Früchte verbesserten meinen Zustand und gaben mir größeres Zutrauen zu den Methoden der Natur und ein besseres Verständnis dafür. Ich bekam den Mut, kurze Fastenzeiten zu versuchen, um die reinigenden Eigenschaften von Früchten und des Klimas zu unterstützen, mit dem Ergebnis, daß ich eines Morgens, an einem Tag, an dem ich mich gut fühlte, zufällig im Spiegel entdeckte, daß mein Gesicht ein vollkommen anderes Aussehen hatte, das eines jungen, gesund aussehenden Menschen. Aber an dem Tag, an dem ich mich wieder schlecht fühlte, kehrte das alte, kränklich aussehende Gesicht zurück, hielt aber nicht lange an. Diese wechselnden Veränderungen in meinem Gesicht beeindruckten mich als eine "Offenbarung" der Natur. Ich hatte teilweise ihr Verfahren herausgefunden und war auf dem richtigen Weg. Nun was ich fest entschlossen, dies gründlicher zu erforschen und zukünftig strenger danach zu leben.
Ein unbeschreibliches, vorher nie gekanntes Gefühl besserer Gesundheit, von mehr Lebenskraft, größerer Leistungsfähigkeit, von mehr Ausdauer und Stärke überkam mich und brachte mir viel Freude und das Glücksgefühl, am Leben zu sein. Dies betraf nicht nur den Körper, sondern es fand auch eine große Veränderung in meinen geistigen Fähigkeiten statt.
Bessere Wahrnehmung, klarere Erinnerung, ich hatte mehr Mut und Hoffnung, und vor allem, ich bekam einen Einblick in das Spirituelle, das wie ein Sonnenaufgang wirkte und ein Licht auf alle höheren und geistigen Probleme warf. Alle meine Fähigkeiten waren verbessert, bei weitem besser als während meiner gesündesten und besten Jugendzeit. Körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer nahmen wunderbar zu. Ich machte eine Fahrradtour von ungefähr 800 Meilen von Algier nach Tunis, auf der ich von einem geübten Radfahrer, der sich normal ernährte, begleitet wurde. Ich lag nie hinter ihm, sondern gegen Abend, wenn die Ausdauer auf die Probe gestellt wurde, meistens vor ihm. Vergessen sie nicht: die Ärzte hatten mich zuvor als Todeskan kandidaten bezeichnet, jetzt aber frohlockte ich, daß ich die  größten Leistungen vollbringen konnte. Ich genoß die Freude, daß ich demSchlachthaus der Menschheit, genannt Wissenschaftlich medizinische Kliniken, entkommen war.



von Prof. B.W. Child ( Teil 1 ) 





Die schleimfreie Heilkost von Prof. Arnold Ehret






Prof. Arnold Ehret beschreibt wie er vielen seiner Patienten helfen konnte, die angeblich unheilbar krank in sein Schweizer Sanatorium gekommen waren. Garant für die Erfolge war die sog. “schleimfreie Heilkost”, die durch ihre reinigende und ausscheidende Wirkung hervorragend für die Behandlung und zur Vorbeugung von Krankheiten geeignet ist. Prof. Arnold Ehret erklärt wie man den Wechsel zu einer gesunden und natürlichen Ernährung vornehmen kann und führt sachlich und kompetent in die Grundlagen der Ernährungslehre ein.



Rohkost






Rohkost enthält alle bekannten und noch unbekannten Vitalstoffe: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und vor allem die hitzeempfindlichen Enzyme und zahlreiche sekundäre Pflanzen- und Farbstoffe, die vor einigen Jahrzehnten noch unentdeckt waren.
Eine ausgewogene und klug kombinierte Rohkost ist als alleinige Ernährungsform auf Dauer zu empfehlen.
Zu Beginn der Rohkost-Umstellung kann es sinnvoll sein einen Tag in der Woche nur Rohkost zu verzehren, damit der Körper sich langsam auf die neue Power Nahrung einstellen kann und eventuelle Gifte und Schlacken der bisherigen Ernährungsweise nicht zu sehr den Organismus belasten. Eine andere Möglichkeit ist bspw. das Frühstück erst Mal ein paar Wochen oder paar Monate lang durch eine Obstmahlzeit zu ersetzen und dann langsam den Rohkost-Anteil zu erhöhen.