Für alle, die gesund werden und gesund bleiben wollen.
Eine Methode, sich 'gesund zu essen'.
Lassen wir immer die eigene Intuition entscheiden, denn jeder hat seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen.

Fasten mit Trauben

 

Traubenfasten

 

 

TraubenfastenDas sogenannte Traubenfasten kommt von der Traubenkur, die auch manchmal Meraner Traubenkur genannt wird. Mit dieser Art des Fastens sind enorme Wirkungen bei konsequenter Umsetzung schon erzielt worden.
Die Verpflegung besteht beim Traubenfasten ausschliesslich aus Weintrauben. Es ist ratsam darauf zu achten, dass man soweit wie möglich Weintrauben aus ökologischem Anbau wählt. Die Traubenkur hat eine entschlackende und sehr reinigende Wirkung auf den Körper.
In den Kernen von Weintrauben befindet sich das Traubenkernöl, welches beim Zerkauen der Weintrauben freisetzt wird. Es wird ihm nachgesagt, dass es Umweltgifte und Schadstoffe binden und damit abstransportieren kann.
Beim Traubenfasten es gibt weniger Probleme mit Kreislaufproblemen und Kopfschmerzen, da die Weintrauben einen sehr hohen Fruchtzuckergehalt haben. Positiv ist auch die äußerst hohe Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen. Dies zeigt sich auch sehr schnell in einer besseren Haut und einem allgemeinen gutem Befinden.


Die Wurzel


 


1. Die Wurzel:
Wie lange praktizierst Du schon die Rohkost Ernährung und was war die Motivation? Durch wen oder was bist Du auf die Rohkost gestoßen?
Andrea Rexhäuser:
Ich ernähre mich nun schon seit 1993 überwiegend von Rohkost und seit 1997 schwanke ich zwischen Urkost und instinktiver Ernährung hin und her. Ich bin damals durch meinen Lebensgefährten zu dieser Lebensphilosophie gekommen und wir sind auch heute noch ein starkes Team.
Es war damals einfach der richtige Zeitpunkt für mich. Einmal damit angefangen gibt es für mich kein Zurück mehr…

2. Die Wurzel:
Welche Art der Rohkost ziehst Du vor? Was hältst Du von den unterschiedlichen Rohkostformen? Welche hast Du schon am eigenen Leib erfahren?
Andrea Rexhäuser:
Eigentlich habe ich für mich einen Mittelweg gefunden. Ich kann nicht sagen, dass die eine oder andere Rohkostform besser wäre. Jede hat ihr Gutes und jeder sollte sich so ernähren, wie es am besten passt.
Das setzt meiner Meinung nach aber auch kein blindes Hinterherlaufen irgendwelcher fixer Ideen voraus, sondern insbesondere eine Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln oder auch mal einen Schritt zurück zu gehen.
Zur Zeit fahre ich mit einer Ernährung mit viel Grünzeug, Gemüse, Protein und etwas Obst sehr gut. Nüsse dürfen bei mir nicht zu kurz kommen.
3. Die Wurzel:
Du bist Fitnessfachwirtin. Was kann man sich darunter vorstellen? Und was waren die Hintergründe, beruflich diese Bahn einzuschlagen?
Andrea Rexhäuser:
Fitnessfachwirtin ist ein weiter Begriff. Ich könnte theoretisch alles in einem Fitnessbetrieb machen. Angefangen im sportlichen Bereich, bis hin zum Betriebswirtschaftlichen/Marketing.
Allerdings ist dies nicht direkt meine Passion. Ich wollte schon immer sportlich etwas mit Menschen machen und so bin ich mehr oder weniger in diese Richtung hineingerutscht. Mein Ziel ist, mit Menschen direkt zusammenzuarbeiten, ihnen einen Weg in eine gesunde und sportliche Zukunft zu zeigen.
Deshalb mache ich in den nächsten Monaten noch viele Weiterbildungen und freue mich darauf, dieses Wissen vielen mit auf den Weg zu geben. Als Personaltrainerin werde ich dann Interessierten ein Stück  Freude und Kraft in Ihren Alltag einfließen lassen.
4. Die Wurzel:
Wie verbindest Du Fitness mit gesunder Ernährung? Warum reicht ein Bereich von beiden für die Gesundheit des einzelnen nach Deiner Meinung nicht aus?
Andrea Rexhäuser:
Nun ich denke, ohne körperliche Fitness ist keine gute Gesundheit erreichbar. Es liegt einfach in den Genen des Menschen sich zu bewegen. Bewegung kann sogar meiner Erfahrung nach einen Großteil einer ungesunden Ernährungsweise kompensieren.
Allerdings ist ein Maximum an Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit nur mit einer guten Kombination aus Sport und gesunder Ernährung möglich. Auf der anderen Seite sollte aber auch die mentale Fitness und Ausgeglichenheit nicht vergessen werden.
Denn wenn das (Unter) Bewusstsein erschöpft ist, ist der ganze Körper wenig leistungsfähig, so meine Erfahrung.
5. Die Wurzel:
W
elche Erfolge hattest Du mit der Rohkost in Bezug auf Gewichtsreduktion?
Andrea Rexhäuser:
Ich denke mal, Gewichtsreduktion in Bezug auf Rohkost dürfte uns allen bekannt sein. Am Anfang nimmt man sehr schnell ab. Dann aber pendelt sich alles zu einem körpereigenen Gewicht ein, vorausgesetzt die Rohkost ist ausgewogen.
Allerdings kann man auch hier trotz gesunder Essensweise zu dick werden, wenn man viel mischt und deswegen viel zu viel isst und sich zusätzlich wenig bewegt. Meiner Erfahrung nach muss alles im Gleichgewicht sein.
6. Die Wurzel:
Und hat sich der Muskelaufbau mit Rohkost bei Dir verändert? Welche Erfahrungen hast Du bei Dir und bei anderen nach Ernährungsumstellung sammeln können? Z.B., dass man mit Rohkost weniger trainieren muss, um die Muskeln zu halten.
Oder dass die Muskeln geschmeidiger sind, weniger Muskelfaserrisse auftreten, weniger Gefahr des Übertrainierens, etc., besteht? Oder bist Du zuerst zur Rohkost gekommen und dann zum Muskelaufbau?
Andrea Rexhäuser:
Ich habe meine Ernährung ja bereits mit 15/16 Jahren umgestellt. Deshalb kann ich die Frage jetzt so direkt gar nicht beantworten. Aber es scheint so zu sein… kleine Muskelfaserrisse (Muskelkater) treten bei mir ganz selten auf bzw. sind schnell vorbei.
Die Gefahr des Übertrainings ist auch mit Rohkost gegeben, denn die schützt auch vor zu großem Eifer nicht. Wenn ich geistig viel bewerkstelligen muss und zusätzlich dann zu viel trainiere, bin ich auch schon mal ausgebrannt. Ich denke auch hier gilt es, seine eigenen Grenzen zu kennen.
Allerdings kann ich durch die Ernährung schon gezielt meine sportliche Leistung beeinflussen. Durian ist hier mein absoluter Favorit – Power ohne Ende!
7. Die Wurzel:
Wie schaut Dein wöchentliches Fitnessprogramm aus? Betonst Du eher die aerobischen Übungen, Stretchings oder die Kontraktionsübungen oder versuchst Du ein gutes Mittel zu finden?
Andrea Rexhäuser:
Ich versuche ein gutes Mittel zu finden. Ich powere mich sehr gerne beim Tae Bo aus , liebe mein Langhanteltraining  zweimal wöchentlich, gehe möglichst dreimal die Woche joggen und benutze auch verschiedene Hilfsmittel/Geräte im Studio und zu Hause, um Muskeln aufzubauen bzw. zu erhalten.
8. Die Wurzel:
Welche Fitnessübungen bzw. Sportarten liegen Dir am meisten? Hast Du schon als Kind viel Sport getrieben? Welchen Stellenwert hatte der Sport in Deinem bisherigen Leben? Was hat Dir der Sport bisher geschenkt?
Andrea Rexhäuser:
Das sind interessante Fragen… Ich war schon als Kind sportlich sehr aktiv und fing ganz früh mit dem Skiabfahrtslauf an, den ich auch aktiv betrieb. D.h. drei- bis fünfmal in der Woche Training, bis ich ca. 15 war. So vorgeprägt konnte ich natürlich nie auf Sport verzichten.
Mein absoluter Favorit heute ist Tae Bo. Hier kann ich für einen Moment alles um mich herum vergessen, genieße nur den Augenblick. Training allgemein gibt mir einfach ein gutes Körpergefühl, ich bin meist positiv, auch wenn es eigentlich keinen Grund dafür gibt.
Das denke ich, habe ich besonders dem Sport, gepaart mit gesunder Ernährung, zu verdanken: Zufriedenheit mit sich selbst, Freude an kleinen Dingen und Zuversicht an schweren Tagen.
9. Die Wurzel:
Du hast zwei Kinder und lebst mit Deinem Lebensgefährten zusammen. Wo bist Du aufgewachsen und wo wohnst Du heute? Wie alt sind Deine Kinder und wie ernährt sich Deine Familie?
Andrea Rexhäuser:
Ich bin im schönen Thüringer Wald aufgewachsen, mitten in einer kleinen Gemeinde, wo ich auch heute noch lebe.
10. Die Wurzel:
Konntest Du bei Freunden, Verwandten und Bekannten ähnliche Gesundheitserfolge durch Umstellung der Ernährung und mehr Fitness miterleben?
Andrea Rexhäuser:
Nun, meistens ist es ja eh so, dass man sich mit den Menschen umgibt, die in etwa die gleichen Interessen haben. So auch bei mir. Meine Freunde treiben alle viel Sport und ernähren sich mehr oder weniger bewusst.
Meine Mutter hat sich unserer Ernährung weit angepasst und isst viel roh, ihr geht es seither viel besser.
11. Die Wurzel:
Zu wie viel Prozent ernährst Du Dich von Rohkost? Und wie gehst Du mit Ausnahmen um? Wann hattest Du die letzte Ausnahme?
Ist es wichtig für Dich, 100% roh zu essen oder spielen noch weitere Faktoren neben Fitness eine entscheidende Rolle für Deine Gesundheit?
Andrea Rexhäuser:
Prozente, das find ich immer so witzig. Ich denke, ich ernähre mich zu 100% roh. Allerdings kaufe ich auch mal Nüsse oder Avocados (für manche schon keine Rohkost mehr) im Bioladen, wenn meine Vorräte aufgebraucht sind.
Wenn man es als Ausnahme bezeichnen möchte, dann esse ich ab und an Rohmilchkäse. Keine großen Mengen, oft kann ich diesen auch nicht mehr riechen. Es ist sehr wichtig für mich, mich roh zu ernähren, allerdings ist dies ja nun schon Gewohnheit und ganz normal.
Eigentlich lohnt es sich nicht mehr, für mich groß darüber nachzudenken. Es gibt hier einfach kein Zurück mehr in alte Muster.  Was ich neben dem Essen ganz wichtig finde ist, sich selbst treu zu bleiben. Entspannung, die Natur und vor allem meine Familie geben mir viel Liebe und Kraft – das ist mir mit am wichtigsten.
Lachen und spontane Ideen – das bin ich.
12. Die Wurzel:
Was sind Deine bzw. Eure Zukunftspläne? Ich habe gehört, Ihr wollt evtl. nächstes Jahr nach Nürnberg ziehen. Wie steht Ihr zum Gemeinschaftsleben außerhalb der Großstadt?
Andrea Rexhäuser:
Michael, wenn ich dir nur diese Fragen direkt so beantworten könnte. Gerne würden wir nächstes Jahr umziehen, das ist richtig. Aber mal sehen, was die nächsten Wochen/Monate mit sich bringen. Nun, wenn wir umziehen würden, dann sowieso nicht direkt in die Stadt. Die Natur ist mir sehr wichtig. Allerdings möchte ich bei aller Natürlichkeit auch ab und an die Vorzüge der industriellen Gesellschaft genießen, wie Kinobesuche, Veranstaltungen, Essen gehen (was in Nürnberg hervorragend roh geht…).
Prinzipiell fände ich so eine Gemeinschaft toll, es würde vieles erleichtern. Das setzt aber meiner Meinung nach voraus, dass man untereinander auf einer Wellenlänge liegt.
13. Die Wurzel:
Und in welche Richtung möchtest Du beruflich gehen? Welche Projekte schweben Dir für die Zukunft vor?
Andrea Rexhäuser:
Was ich mir auf alle Fälle vorgenommen habe ist, meine berufliche Praxis im Personaltraining auszubauen.
Firmenfitness gehört hier hinein, wie auch Einzeltraining, Firmencoachings und Ernährungsberatung. Und zwar so, dass ich mit meiner Familie möglichst viel Zeit verbringen kann, denn die scheint nur so zu verrinnen! Meine Internetseite hierzu ist fast fertig: www.fitnstrong.de
14. Die Wurzel:
Du bist übrigens die Webmasterin von www.rohkostnetz.de . Was war der Grund, diese Seite einzurichten und was erwartet einen da?
Andrea Rexhäuser:
Die Seite ist aus dem Wunsch heraus entstanden, eine Seite für alle Rohköstler und Interessierte, gleich welcher Richtung zu bieten. Im Forum kann man viele Erfahrungsberichte und Empfehlungen nachlesen, sowie wichtige Themen rund um die naturnahe Lebensweise diskutieren.
Hierbei sollte man nie vergessen, jeder Mensch ein Individuum ist und deshalb ist nichts so ungeklärt, wie das Thema Ernährung. Im Chat hat jeder die Möglichkeit sich live mit Gleichgesinnten zu „unterhalten“ und meistens geht es dabei nur am Rande um Rohkost.
Ich lade jeden herzlich ein, sich auf der Seite umzuschauen und sich aktiv zu beteiligen!

15. Die Wurzel:
Wir werden Dich als Referentin am 17. Wurzelkongress “Muskelaufbau & Yoga mit Rohkost” u.a. mit Sergei Boutenko erleben. Wie schätzt Du diesen Kongress persönlich ein? Hast Du Sergei oder die Raw Family (www.rawfamily.com)  schon einmal persönlich erlebt?
Andrea Rexhäuser:
Ich kenne weder Sergei noch die Raw Family persönlich und bin schon sehr gespannt darauf.
Ich freue mich sehr auf den Kongress und hoffe, dass wir viele Menschen begeistern können, damit diese die Ernährung und die Bewegung als Selbstverständlichkeit betrachten.
Sie interessieren sich für das Rohkost und Urkost Magazin ” Die Wurzel”?


Allgemeine einführende Grundsätze




Allgemeine einführende Grundsätze


Jede Krankheit, egal mit welchem Namen sie der medizinischen Wissenschaft bekannt ist, ist eine Verstopfung, eine Verstopfung des gesamten Leitungssystems des menschlichen Körpers. Jedes Krankheitszeichen ist deshalb lediglich eine außergewöhnliche örtliche Verstopfung durch an dieser besonderen Stelle angesammelten Schleim. Spezielle Ansammlungspunkte sind die Zunge, der Magen und besonders der gesamte Verdauungstrakt.

Letztere ist die wahre und tiefere Ursache für eine Darmverstopfung. Der durchschnittliche Mensch hat ständig mehr als zehn Pfund nicht ausgeschiedenen Kot in den Därmen, der Blutkreislauf und das ganze Körpersystem vergiftet. Stellen Sie sich das einmal vor!
Jeder kranke Mensch hat einen mehr oder weniger schleimverstopften Organismus. Dieser Schleim stammt von unverdauten, nicht ausgeschiedenen Nahrungsbestandteilen, die sich von Kindheit an angesammelt haben. Weitere Einzelheiten finden Sie hierfür in meinem Buch "Vom kranken zum gesunden Menschen durch Fasten".  

Sie haben sich als die erfolgreichste Wiederherstellungsaktion, genannt Heilung für alle Arten von Um jedoch zu erfahren, wie man das Verfahren anwendet, um zu verstehen, wie und warum es wirkt, ist es notwendig, daß Sie Ihre Vorstellung von medizinischen Irrtümern befreien, die teilweise auch von der Naturheilkunde übernommen wurden. Mit anderen Worten: ich muß Ihnen eine neue Physiologie, die Lehre aller Körperfunktionen, erklären, die frei ist von medizinischen Irrtümern; eine neue Methode der Diagnose; Irrtümer über den Stoffwechsel berichtigen sowie über eiweißhaltige Nahrung, den Blutkreislauf sowie der Blutzusammensetzung.


Fasten: Methode der Natur


 FASTEN





Es ist unmöglich zu wissen, was Nahrung wirklich ist und ihre Auswirkungen zu kennen, bevor nicht der Körper mit der Methode der Natur, Fasten, gereinigt wurde. Ich habe niemals gehört, daß jemals solche Versuche gemacht worden sind. Die gewonnenen Fakten wurden während vieler Jahre gründlicher und schwieriger Praxis so reichlich bewiesen, daß mein Wissen die Ansichten anderer über Ernährungsfragen ohne Zweifel weit übersteigt. 
DieWahrheit der Ehretisten wurde folgendermaßen gut von einem bekannten Verleger und Reformer beschrieben: "Er (Ehret) hat das Fasten nicht erfunden oder erschaffen oder den Verzehr von Obst oder die Ernährung verbessert, da dies alles bekannt war und lange zuvor als gute Methoden der Naturheilkunde angewandt wurden, aber was er getan hat, war, ein vollkommen neues System zu schaffen, die Elemente auf der Grundlage einer vollkommenen Ernährung und des Fastens zu einer systematischen Heilmethode zu verbinden.  
" Meine Schleimtheorie - später eine bewiesene Tatsache - als Hauptursache aller Leiden, wurde
immer bekannter und mein Heilverfahren auch. Sie hat die Probe bestanden und etwas gebracht, was ein Verfasser einen enormen Erfolg genannt hat, und bezeichnet wird als: Natürliche Behandlung und Ernährung, das vollkommenste und erfolgreichste bekannte Heilverfahren. Es hieß bald ganz automatisch "Ernährungsbehandlung" und die daraus entstehende Bewegung "Naturheilkunde".




Wer war Arnold Ehret? 1 Teil






Er wurde am 29. Juli 1866 in der Nähe von Freiburg in Baden, Deutschland, geboren und wurde 56 Jahre alt. Von seinem Vater erbte er die natürliche Neigung und die außergewöhnliche Begabung, Ursachen und Gründe von Ereignissen und Ergebnissen zu erforschen.
Ehret erhielt seine Ausbildung an einer Hochschule. Der lange Weg, zusammen mit anderer Arbeit auf einem Bauernhof bei mittelmäßiger Ernährung brachte ihm eine ernste Bronchialerkrankung ein. Trotz dieser Belastung bestand er die Abschlußprüfung mit Auszeichnung. Am meisten interessierte ihn Physik, Chemie, Zeichnen und Malen. Er belegte einen akademischen Kurs und wurde im Alter von 21 Jahren Zeichenlehrer für Oberschulen und Hochschulen. Er lehrte an einer Hochschule, bis er zum Militärdienst einberufen wurde.
Man entließ ihn aber nach neunmonatiger Dienstzeit wegen "neurasthenischer Herzstörungen", und er nahm seinen Beruf als Lehrer wieder auf. Im Alter von 31 Jahren war er gut genährt und sah gut aus, wie die anderen sagten, aber er hatte ein Nierenleiden, die sogenannte Brightsche Nierenkrankheit, mit fortschreitendem körperlichen Verfall.
Um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: "Fünfmal machte ich Kuren, um mich zu erholen, wurde aber letztlich runheilbar  und resignierte. Fünf Jahre lang ertrug ich viel von vielen Ärzten dieses Ertragens lag darin, daß das sehr kostspielig war, um schließlich als unheilbar erklärt zu werden. Körperlich und auch geistig fast ruiniert dachte ich an Selbstmord, aber zufällig hörte ich von Naturheilkunde und wurde dreimal in einem Kneipp-Sanatorium behandelt, was mir Erleichterung brachte und den Wunsch weiterzuleben, aber keine Heilung. Ich wurde in fünf oder sechs anderen Sanatorien behandelt und probierte alle anderen Methoden, die in Europa bekannt waren, aus, gab viel Geld aus mit dem Ergebnis, daß ich zwar nicht krank darniederlag, aber auch nicht gesund war. Immerhin lernte ich etwas aus den Erfahrungen: die  Hauptsymptome meiner Krankheiten waren Schleimauswurf, Eiter und Eiweiß im Urin sowie Nierenschmerzen. In der Annahme, daß ein klarer Urin Gesundheit anzeigt, versuchten die Ärzte, diese Ausscheidungen mit Medikamenten zu verhindern und das (durch die Eiweißausscheidung) verlorene Eiweiß mittels Ernährung aus Fleisch, Eiern und Milch zu ersetzen. Das aber verstärkte nur die verheerenden Ergebnisse. Was ich aus diesen Methoden folgerte, schien ein Licht auf das Problem zu werfen: Die richtige Ernährung sollte frei von schleimbildenden Nahrungsmitteln und Eiweiß sein. Meine Behandlungen entzogen meinem Körper einen Teil des Schleims durch Bäder, Bewegung usw., er wurde aber durch falsche Ernährung immer wieder neu erzeugt.
2 -

Ich war fest entschlossen, dem zu trotzen, was für mich eine Tragödie zu sein schien (und es heute für die meisten chronisch kranken Menschen ist, nachdem sie von Ärzten keine wirkliche Hilfe bekommen). Was ich aus vergangenen Erfahrungen gelernt hatte, wollte ich selbst ausprobieren: Falsches Essen war die Ursache der Krankheit, und richtiges Essen könnte die Heilung sein. Es gab die vegetarische Lebensweise, die Frucht- und Nußdiät, zahlreiche Ernährungs-"Kuren" und Hinweise, daß Fasten helfen würde. Ich ging nach Berlin,  m die vegetarische Lebensweise zu studieren, denn es gab zu der Zeit dort mehr als zwanzig vegetarische Restaurants. Meine erste Beobachtung war, daß Vegetarier nicht sehr viel gesünder waren als Fleischesser. Viele sahen kränklich und blaß aus. Durch stärkehaltige Nahrungsmittel und Milch ging es mir langsam immer schlechter. Ich belegte an der Universität Vorlesungen für Medizin, Psychologie und Chemie. Ich besuchte eine Schule für Naturheilkunde, lernte etwas über geistige Heilung, Christliche Wissenschaften, magnetische Heilung usw. Ich tat dies alles, um zu versuchen, die wirklichen und grundlegenden Wahrheiten der vollkommenen Heilung zu finden. Ich war mehr oder weniger enttäuscht und ging nach Nizza zum Monte Verita in Südfrankreich und probierte eine radikale Obstdiät mit Ausnahme eines halben Liters Milch am Tag. Ich glaubte damals, daß ich das Eiweiß benötigte. Ich richtete die Obstdiät nicht speziell auf meinen Zustand aus, wie fast alle anderen es auch nicht taten, und hatte nur wenig Nutzen davon. An einigen Tagen fühlte ich mich gut und an anderen fühlte ich mich sehr schlecht. Deshalb fuhr ich bald wieder nach Hause, kehrte zurück zu dem sogenannten guten Essen, wie es von wohlmeinenden Freunden, Verwandten und Ärzten vorgelebt und empfohlen wurde. Ich hatte etwas über Fasten gelernt, doch all meine Freunde und Verwandten standen dem ablehnend gegenüber; sogar mein ehemaliger Naturheilarzt sagte meiner Schwester, daß ein paar Fastentage für jemanden mit der Brightschen Nierenkrankheit verhängnisvoll wären.
Im nächsten Winter ging ich nach Algier in Nordafrika. Das milde Klima und die wunderbaren Früchte verbesserten meinen Zustand und gaben mir größeres Zutrauen zu den Methoden der Natur und ein besseres Verständnis dafür. Ich bekam den Mut, kurze Fastenzeiten zu versuchen, um die reinigenden Eigenschaften von Früchten und des Klimas zu unterstützen, mit dem Ergebnis, daß ich eines Morgens, an einem Tag, an dem ich mich gut fühlte, zufällig im Spiegel entdeckte, daß mein Gesicht ein vollkommen anderes Aussehen hatte, das eines jungen, gesund aussehenden Menschen. Aber an dem Tag, an dem ich mich wieder schlecht fühlte, kehrte das alte, kränklich aussehende Gesicht zurück, hielt aber nicht lange an. Diese wechselnden Veränderungen in meinem Gesicht beeindruckten mich als eine "Offenbarung" der Natur. Ich hatte teilweise ihr Verfahren herausgefunden und war auf dem richtigen Weg. Nun was ich fest entschlossen, dies gründlicher zu erforschen und zukünftig strenger danach zu leben.
Ein unbeschreibliches, vorher nie gekanntes Gefühl besserer Gesundheit, von mehr Lebenskraft, größerer Leistungsfähigkeit, von mehr Ausdauer und Stärke überkam mich und brachte mir viel Freude und das Glücksgefühl, am Leben zu sein. Dies betraf nicht nur den Körper, sondern es fand auch eine große Veränderung in meinen geistigen Fähigkeiten statt.
Bessere Wahrnehmung, klarere Erinnerung, ich hatte mehr Mut und Hoffnung, und vor allem, ich bekam einen Einblick in das Spirituelle, das wie ein Sonnenaufgang wirkte und ein Licht auf alle höheren und geistigen Probleme warf. Alle meine Fähigkeiten waren verbessert, bei weitem besser als während meiner gesündesten und besten Jugendzeit. Körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer nahmen wunderbar zu. Ich machte eine Fahrradtour von ungefähr 800 Meilen von Algier nach Tunis, auf der ich von einem geübten Radfahrer, der sich normal ernährte, begleitet wurde. Ich lag nie hinter ihm, sondern gegen Abend, wenn die Ausdauer auf die Probe gestellt wurde, meistens vor ihm. Vergessen sie nicht: die Ärzte hatten mich zuvor als Todeskan kandidaten bezeichnet, jetzt aber frohlockte ich, daß ich die  größten Leistungen vollbringen konnte. Ich genoß die Freude, daß ich demSchlachthaus der Menschheit, genannt Wissenschaftlich medizinische Kliniken, entkommen war.



von Prof. B.W. Child ( Teil 1 ) 





Die schleimfreie Heilkost von Prof. Arnold Ehret






Prof. Arnold Ehret beschreibt wie er vielen seiner Patienten helfen konnte, die angeblich unheilbar krank in sein Schweizer Sanatorium gekommen waren. Garant für die Erfolge war die sog. “schleimfreie Heilkost”, die durch ihre reinigende und ausscheidende Wirkung hervorragend für die Behandlung und zur Vorbeugung von Krankheiten geeignet ist. Prof. Arnold Ehret erklärt wie man den Wechsel zu einer gesunden und natürlichen Ernährung vornehmen kann und führt sachlich und kompetent in die Grundlagen der Ernährungslehre ein.



Rohkost






Rohkost enthält alle bekannten und noch unbekannten Vitalstoffe: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und vor allem die hitzeempfindlichen Enzyme und zahlreiche sekundäre Pflanzen- und Farbstoffe, die vor einigen Jahrzehnten noch unentdeckt waren.
Eine ausgewogene und klug kombinierte Rohkost ist als alleinige Ernährungsform auf Dauer zu empfehlen.
Zu Beginn der Rohkost-Umstellung kann es sinnvoll sein einen Tag in der Woche nur Rohkost zu verzehren, damit der Körper sich langsam auf die neue Power Nahrung einstellen kann und eventuelle Gifte und Schlacken der bisherigen Ernährungsweise nicht zu sehr den Organismus belasten. Eine andere Möglichkeit ist bspw. das Frühstück erst Mal ein paar Wochen oder paar Monate lang durch eine Obstmahlzeit zu ersetzen und dann langsam den Rohkost-Anteil zu erhöhen.